„TRUE IRISH GHOST STORIES“ von St. John Seymour kann ich jedem empfehlen, der sich mit geisterhaften Phänomenen beschäftigt; es ist daneben ausgesprochen spannend verfasst worden.
Ich hatte bereits in einem Ankünder erwähnt, dass ich dort auch einen Fall gefunden habe, bei dem eine Gestalt beschrieben wurde, die eher unseren heutigen Greys ähnelt als einem herkömmlichen Geist – zumindest, soweit ich das beurteilen kann!
Das Szenario spielte sich vor 1914 ab, denn da erschien das Buch. Tatort war Kilman Castle; hier wurde ein Ortspseudonym gewählt. Es gibt zwei Vorfälle, die ich für bedeutend halte:
Die Herrin des Hauses gibt in ihrem Bericht an den Autor an, dass sie eine Reihe von Briefen von Freunden besitzt, in denen diese von den übernatürlichen Erlebnissen berichten, die sie während ihres Aufenthalts im Schloss hatten.
In einem dieser Briefe wurde der Schreiber, ein Herr, eines Nachts durch ein außergewöhnliches Gefühl intensiver Kälte an seinem Herzen geweckt.
Er sah dann vor sich eine große weibliche Gestalt, von Kopf bis Fuß in Rot gekleidet, mit ihrer rechten Hand bedrohlich in die Luft erhoben; das Licht, das die Figur beleuchtete, kam von innen heraus.
Er entzündete ein Streichholz und sprang aus dem Bett, doch der Raum war leer. Er ging zurück ins Bett und sah in jener Nacht nichts weiter, außer dass mehrmals dasselbe kalte Gefühl sein Herz ergriff, obwohl sich das Fleisch bei Berührung ganz warm anfühlte.
Das unerklärliche Ding namens „Es“
Doch von allen Geistern in jenem Haus, in dem es ausgiebig spukt, ist jenes unerklärliche Ding, das gewöhnlich „Es“ genannt wird, das unangenehmste. Und hier geraten wir ins Fahrwasser der modernen Ufologie und der „Heimbesuche“ durch Aliens!
Die Herrin des Hauses beschrieb ihre persönliche Erfahrung mit diesem Phantom:
Hoch oben an einer Seite der Halle verläuft eine Galerie, welche mit einigen der Schlafzimmer verbunden ist. Eines Abends befand sie sich auf dieser Galerie, lehnte am Geländer und blickte hinunter in die Halle.
Plötzlich spürte sie zwei Hände, die auf ihre Schultern gelegt wurden; sie drehte sich schroff um und sah „Es“ dicht neben sich stehen.
Sie beschrieb es als von menschlicher Gestalt und etwa vier Fuß hoch; die Augen waren wie zwei schwarze Löcher im Gesicht, und die ganze Figur schien, als wäre sie aus grauer Verbandwatte gemacht, während sie von einem höchst schrecklichen Gestank begleitet wurde, wie er von einem verwesenden menschlichen Körper ausgehen würde.
Die Dame erlitt einen Schock, von dem sie sich für lange Zeit nicht erholte!
Das Greys nicht gerade duften, ist hinlänglich bekannt, während Geister in der Regel höchstens durch betörenden Parfüm- oder Pfeifengeruch auf sich aufmerksam machen.
Gut möglich also, dass beide Gestalten – die leuchtende Lady in Red als auch das kleine Wesen – zur gleichen Mischpoke gehören!ʬ