Wer sich mit Geschichte beschäftigt, wird bald feststellen, dass historische Schlachten und Kriege ganz allgemein von „Meteoren“ und „Kometen“ orchestriert worden sind.
Erst in den letzten Dekaden bezeichnete man die „erratisch umherirrenden“ Feuerkugeln als „Foo-Fighter“ und schloss so erstmals auf das UFO-Phänomen.
Gerade habe ich Helmut Hillers Biographie „Otto der Große“ abgeschlossen, ein deutscher Kaiser, der es fast geschafft hat, in seiner ganzen „Schaffensperiode“ Krieg zu führen!
Selbst gegen Bruder und Sohn zog er zu Felde, während die Mutter noch Glück hatte, da sie nur „enterbt“ und zur Verbannung aufs Witwengut nach Enger in Westfalen geschickt wurde. Gegen sie mobilisierte er zumindest keine Soldaten, wahrlich ein guter Sohn, Bruder und Vater! ^^
Es erstaunt mich immer, welche Personen aus der Rückschau heraus zu „Großen“ wurden. Wer viele Kriege geführt und Menschen zu Tode gebracht hat, durfte sich posthum rühmen, ein Großer der Geschichte zu sein. Auch wenn man in heutiger Zeit als Psychopath in der Gummizelle sitzen würde.
Zum Glück verzichtete die Vorsehung auf einen „Adolf oder Stalin den Großen“. Wie auch immer! Der Kometen-Reigen begann bereits beim Tod seines Vaters Heinrich. Die paradoxen Vorgänge spielten sich im Frühjahr 936 ab:
„Widukind von Corvey berichtete von einigen merkwürdigen Naturerscheinungen, die angeblich das baldige Ende des Königs ankündigten. Der Berg, auf dem der Herrscher nachmals begraben werden sollte, hatte an verschiedenen Stellen Flammen ausgespien, einigen Kometen soll eine ungeheure Überschwemmung und schließlich eine Rinderseuche gefolgt sein, und der Schein der Sonne soll blutrot in die Häuser gedrungen, aber im Freien selbst bei heiterem Himmel kaum zu sehen gewesen sein“.
Aus dem Text geht hervor, dass „Kometen“ ein häufiger Anblick gewesen sein müssen, sodass man sie mit allerhand (natürlichen?) Katastrophen in Verbindung gebracht hat, leider geht man auf die Flugmanöver dieser nicht ein.
941 waren sie abermals unterwegs:
„Widukind berichtet von neuen bösen Vorzeichen in der zweiten Oktoberhälfte, vor allem von Kometen, durch die Menschen in große Ängste versetzt wurden.“
Obwohl ich im damaligen Herrschaftsgebiet Ottos lebe, auch wenn München damals noch nicht gegründet war, und ich schon 56 Lenze auf dem Buckel habe, erblickte ich noch nie in meinem Leben einen Kometen am Firmament, nicht einen!
Meine Freundin sah in Kindertagen in der Karibik einen einzigen! Zu Ottos Zeiten hingegen waren sie Tagesgeschäft. Eine astronomische oder ufologische Eigenheit?
Im August 952 war es dann wieder mal so weit. Eine regelrechte Nahbegegnung mit Schall & Knall spielte sich am Firmament ab:
„…während des Reichstages auf dem Lechfeld, südlich von Augsburg“, erschien „ein riesiger, leuchtender Meteor, der mit zwei Donnerschlägen über dem versammelten Reichstag niederging und gewaltigen Schrecken auslöste, verhieß den Beschlüssen der Versammlung nach Ansicht der meisten Anwesenden für die Zukunft nichts Gutes“.
Der Autor deutet im Verlauf des Buches weitere Himmelswunder an, ohne sie aber genauer zu benennen!
Aufschlussreich ist, dass Kaiser Otto Besitzer der heiligen Lanze war. Diese spielte auch beim ersten Kreuzzug in Antiochia eine Rolle, deren Kampfhandlungen dort nicht weniger „überschattet“ waren von noch mehr „Kometen“!
Am Himmelfahrtstag des Jahres 973 war der Kaiser mit seinen Spießgesellen auf der Jagd. Bei einem Nickerchen hatte er einen schicksalsträchtigen Traum:
Eine baumlange Frau mit wächsernem Gesicht und wächserner Kleidung kündigte sein Ende an. Sie sprach: „Mein Name ist ‚Ausströmen des Bauches‘ und ich komme, zunächst deinen Bauch heimzusuchen und danach in die Eingeweide von sieben Fürsten einzufahren“.
Tatsächlich verstarb der Kaiser kurz darauf an einer Durchfallerkrankung, ebenso wie die erwähnten sieben Fürsten.
Dass Geburt und Tod von Personen der Geschichte von Paranormen oft angekündigt werden, ist eine anomalistische Kuriosität der Weltgeschichte. So als sei deren Kommen und Gehen, von höherer Stelle, geplant und zeitlich festgelegt!ʬ [Johannes Laudage/Otto der Große]