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📰 Leitartikel: Auswertung Abductionbase

📰 Leitartikel: Auswertung Abductionbase
Die Forschungsplattform Abductionbase hat zwei bedeutende Funktionserweiterungen erhalten, die aus einer reinen Fallsammlung ein echtes Arbeitswerkzeug machen. Die Neuerungen umfassen ein umfangreiches, visuelles Nachschlagewerk zur standardisierten Klassifizierung sowie ein System zur globalen Gesamtauswertung. Statt einfacher Freitexte ermöglicht das System nun eine methodische Erfassung und das automatische Erkennen von statistischen Mustern im Datenbestand. Der vollständige Bericht im Anschluss erläutert die genaue Funktionsweise dieser Werkzeuge, zeigt erste Analyseergebnisse und erklärt deren methodische Grenzen. Hier geht es zum Leitartikel!ʬ

Montag, 15. Juni 2026

BIG WING CE²

In der Kryptozoologie unterscheidet man drei verschiedene Arten von „anomalen“ Tieren: 
Da wären zum einen die „deplazierten“, also jene, die man in der Biologie anerkennt, die jedoch plötzlich in einem Umfeld auftauchen, in dem sie eigentlich nicht beheimatet sind:  
Ein gutes Beispiel sind hier freilebende Raubkatzen in UK, die immer wieder gesehen werden und wahrscheinlich aus privater Tierhaltung entkommen sind.
Die zweite Gruppe setzt sich aus Spezies zusammen, die es einmal gegeben hat und die laut Schulwissenschaft ausgestorben sind, aber dennoch beobachtet, gefilmt und fotografiert werden. 
Es sind meist „Seeungeheuer“ wie Nessie oder Champ, die man ziemlich genau vergangenen Tierarten wie dem Plesiosaurier zuordnen kann. 
Einige Kreaturen werden auch gefangen – man denke hier an den Quastenflosser –, was die These belegt, dass Totgesagte länger leben.
In der dritten Gruppe – man kann diese dann wirklich mit „Begegnungen der Dritten Art“ umschreiben – finden sich die wirklich „strangen“ Kreaturen: 
Also Wesen wie der amerikanische „Mottenmann“ oder der britische „Eulenmann“, bzw. Bigfoot aka Sasquatch, alles Wesen, die zwar immer wieder beobachtet und gemeldet werden, die jedoch so groß sind und so zahlreich vorhanden zu sein scheinen, dass es fast schon zwingend physische Beweise in Form von Knochen oder zumindest Fellresten geben müsste, die jedoch bisher völlig fehlen.
Hinzu kommt der Umstand, dass diese „Kryptide“ oftmals Eigenschaften aufweisen, wie man sie in der Biologie nicht kennt: 
Sie können plötzlich auftauchen und verschwinden, sind hieb- und stichfest, überleben also auch schwersten Beschuss durch Schusswaffen und tauchen als „Grenzgänger“ auch dort auf, wo es zu UFO-Vorfällen kommt bzw. „anomale Zonen“ – wie etwa die „Skinwalker Ranch“ – beschrieben werden. Auch technische Geräte versagen gerne ihren Dienst, wenn Bigfoot oder andere Gestalten in Erscheinung treten.
Ein weiteres „Monster“, das wahrscheinlich keinen biologischen Ursprung hat, ist „Big Wing“, eine Kreatur, die vor allem in Nordamerika immer wieder gemeldet wird und schon in den indianischen Mythen als „Donnervogel“ bekannt ist. 
Big Wing hat eine geschätzte Flügelspannweite von mehreren Metern und im „gelandeten Zustand“ eine Körperhöhe, die mit der eines durchschnittlichen Menschen vergleichbar ist. Auch hier besteht scheinbar ein Zusammenhang zu UFOs:
In Kuala Terengganu, Malaysia, beobachteten gegen 20 h am 2. April 2005 mehrere unabhängige Zeugen einen weißen ‚Riesenvogel’, der in der Gegend herumschwirrte. Interessant ist, dass keine vier Kilometer vom Sichtungsort entfernt über drei Nächte hinweg ein UFO die Gegend ‚unsicher’ machte. [Albert Rosales, Humanoid Encounters 2000-2009]
In einem weiteren Fall führte das Auftreten des „Federviehs“ zu einem Effekt, den wir sonst eigentlich eher von UFO-Sichtungen her kennen und die man dort als „Nahbegegnung der Zweiten Art“, nach einer Klassifikation von J. A. Hynek, kennzeichnet: ein Bericht mit physikalischen Wechselwirkungen.
In Washington State (bekannt als Sasquatch-Gebiet) war im April 1994 der Zeuge Brian Canfield mit seinem Pickup-Truck in einem abgelegenen Areal unweit der Stadt Buckley unterwegs. Es war gegen 21 h 30, als plötzlich der Motor seines Fahrzeuges versagte und mit ihm auch alle weiteren technischen Systeme – abgesehen von den Scheinwerfern.
Wer nun vermutet, dass eine UFO-Begegnung bevorstand, sieht sich getäuscht, denn plötzlich tauchte ein gewaltiger Vogel auf. Dieser war geschätzte neun Fuß groß (ca. 210 cm), hatte ein bläuliches Fell, gelbe Augen, im Maul scharf aussehende Zähne, haubenartig geformte Ohren und stand auf normal aussehenden Vogelfüßen.
Das Wesen faltete seine Flügel am Rücken zusammen und starrte Canfield für eine Weile einfach nur an, um dann wieder in den Lüften zu verschwinden. [Quelle: Jonathan Downes, The Owlman and Others, CFZ Press, Bideford 2006].
Der britische Kryptozoologe Jonathan Downes geht im Rahmen seiner „Zooform“-Hypothese davon aus, dass diese Art von „Lebewesen“ nicht-biologischen Ursprungs ist und auf eine unbekannte Spezies zurückgeht, die man als „Shapeshifter“ bezeichnen kann, Gestaltenwandler ähnlich dem amerikanischen „Skinwalker“, der in jeder gewünschten Form auftritt.
Diese Wesen tauchen im Umfeld von UFO-Begegnungen immer wieder auf – auch in Zentraleuropa. Man denke hier etwa an den merkwürdigen Fall aus Knittelfeld, bei dem zwei überdimensionale „Rehe“ beobachtet wurden, die ein untypisches Verhalten an den Tag gelegt haben.
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UFO & Big Wing geben sich die Ehre
2008 war in Pennsylvania ein recht aufregendes UFO-Jahr, wie die Vorfälle in Bucks County illustrieren. Am 23. Februar 2008 ereignete sich aber ein Zwischenfall, der augenscheinlich nichts mit UFOs zu tun hat, denn ein Trucker schilderte, dass er während der Fahrt von einem gewaltigen ‚Vogel’ verfolgt wurde, der einen riesigen Schatten warf, unter den sein gesamter Truck passte.
Er war zu der Zeit nicht weit entfernt von Harrisburg, als die Gestalt von einigen Bäumen aus auf ihn zusteuerte. Nachdem der Zeuge bewaffnet war, hielt er an, um sich den Verfolger mal etwas genauer anzusehen, konnte dann aber nur feststellen, dass die Gestalt wieder hinter Bäumen verschwand. [Albert Rosales, Humanoid Encounters 2000-2009: The Others amongst Us]
Dass Kryptide und UFOs gleichzeitig in Arealen auftauchen, wird ausgesprochen oft geschildert.
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Der ‚Eulenmann’-Effekt
Im Jahr 1976 spielten sich in Cornwall, UK, eine Reihe von bizarren Ereignissen ab. An sich begann alles mit dem Erscheinen des ‚Eulenmannes’, einer mannsgroßen, geflügelten Kreatur mit Federn und Krebsscheren statt Füßen, die eine signifikante Ähnlichkeit zur gemeinen Eule aufwies.
Allerdings waren nicht die Sichtungen an sich das ‚Strange’, sondern vielmehr die ‚Effekte’ um den ‚Eulenmann’: 
Es begann alles ziemlich harmlos Ende Juli 1976, als zwei Zwölfjährige im Rahmen der ‚ersten Liebe’ gegen 21 h einen kleinen Waldspaziergang in Mawnan absolvierten und durch ein Geräusch aufgeschreckt wurden.
Im Schein der Taschenlampe erkannten sie in den Bäumen ein riesiges, geflügeltes, eulenhaftes Wesen, das in den Himmel davonflatterte. Kurz darauf sahen zwei Mädchen bei einer Besichtigung der Mawnan Old Church die gleiche Kreatur am Himmel hängen, wobei das ‚Ding’ mit ausgestreckten Flügeln nichts zu seiner Fortbewegung beitrug und rasch außer Sicht glitt.
Die Berichte mehrten sich nun, wobei signifikant ist, dass nur Mädchen im Pubertätsalter zu Augenzeugen wurden – das änderte sich dann im Laufe der Jahre, denn der Eulenmann gehörte von da an zum festen Repertoire von Cornwall.
Während man den Berichten der Jugendlichen kaum größere Beachtung geschenkt hätte, brach nun regelrecht eine Welle von Anomalien über den Südwesten Britanniens herein, die weder zuvor noch danach in so massiver Form in Erscheinung trat.
Die Zahl der UFO-Sichtungen stieg sprunghaft an, am Himmel waren merkwürdige ‚Explosionen’ – ähnlich Kanonendonner – zu hören, die man sich nicht erklären konnte, und an Bäumen ließ sich ein Geräusch vernehmen, das an statische Elektrizität erinnerte.
Daneben wurden Poltergeist-Phänomene geschildert, und vor der Küste tauchten im Meer merkwürdige Wesen auf, die an Seeschlangen erinnerten. Auch die Effekte auf ‚normale’ Tiere waren seltsam.
Wie der Autor Jonathan Downes recherchierte, war die hiesige Polizei ständig auf dem Land unterwegs, um vermisstes oder ‚verstecktes Vieh’ zu finden; teilweise wurden ganze Herden ‚ausgelagert’ und fanden sich an völlig anderer Stelle.
Unweit Penry entdeckte man etwa eine Kuh in einer Grube. Letztere war – um Unfälle zu vermeiden – mit schweren Holzbalken ‚abgedichtet’ worden, die unberührt aussahen; man konnte sich nicht erklären, wer die Kuh in die Grube gehoben und dann die Holzbalken wieder angebracht hatte.
Während diese Vorfälle noch recht harmlos waren – wenn man von dem spurlos verschwundenen Vieh mal absieht – vermeldete der regionale Tierschutzbund erschreckende Meldungen:
Hauskatzen verschwanden in einem bisher unbekannten Ausmaß, während sonst friedliche Hunde durch massive Beißattacken auffielen. Besonders bizarr war das Verhalten von Vögeln, die regelrechte ‚Harakiriangriffe’ verübten.
Entweder attackierten sie Menschen, oder sie flogen im Schwarm gegen Häuser und verendeten dann als Fleischklumpen in Blutlachen. Selbst tagaktive Arten schrien die Nächte durch. Nachdem der ‚Eulenmann’ – fürs Erste – wieder verschwunden war, hörten diese Anomalien auf. [Albert Rosales, Humanoid Encounters 1975-1979: The Others amongst Us]
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‚ZooForm’ + ‚UfoForm’ & Trugbilder
Mit großem Interesse und steigender Begeisterung habe ich das Buch The Owlman and Others des britischen Kryptozoologen Jonathan Downes gelesen. Downes, der wohl der Einzige seines ‚Standes’ ist, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat und davon leben kann, präsentiert in seinem Werk unter anderem auch eine interessante Klassifikation der beobachteten ‚Kryptiden’.
Er unterteilt die Berichte in ‚echte Kryptide’, also Wesen wie den Quastenflosser, in ‚deplazierte’ Tiere – etwa Großkatzen in UK –, bei denen es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ausgesetzte oder ausgerissene Haustiere handelt, und in Wesen, die in die Kategorie ‚Zooform’ gehören, also zum Beispiel meine persönlichen Favoriten Bigfoot, Nessie und Co.
Unter ‚Zooform’ versteht Downes Wesen, die zwar in der freien Natur gesehen werden, jedoch so merkwürdige Eigenschaften aufweisen, dass sie sicherlich nicht zur natürlichen Fauna gehören. Er vermutet, dass sich dahinter fremdartige Entitäten verbergen, die lediglich als Tiere auftreten, in Wahrheit aber etwas anderes sind.
Hier scheint sich der Kreis zum UFO-Phänomen zu schließen, denn es gibt zahlreiche Forscher – ich denke da nur an John Keel –, die etwas Ähnliches auch beim UFO-Phänomen und den vermeintlichen Außerirdischen unterstellen.
Demzufolge handelt es sich bei diesen um ‚quasimaterielle Projektionen’, so etwas wie ‚physisch real wirkende Hologramme’, die von einer unbekannten Intelligenz eingesetzt werden. Kurioserweise scheint der Gedanke nicht wirklich neu zu sein. Bei den Vorgängern der ‚Außerirdischen’ – also den Zwergen – vermuteten unsere Vorfahren wohl schon etwas Ähnliches.
So schreiben Ditte und Giovanni Bandini in Das Zwergenbuch (dtv, München 2004), dass sich der Begriff ‚Zwerg’ aus zwei indogermanischen Begriffen ableiten lässt. Zum einen aus ‚listig, täuschend, schädigend’ und zum anderen aus ‚Trugbild’. Wenn man so will, sind sie also feindlich gesinnte Chimären.
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Eulenmann-Abduction
Die Vorfälle in Mawnan Smith scheinen nicht wirklich aufgehört zu haben. Nick Redfern untersuchte einen Fall, der sich 1998 ereignet hat.
Gegen 23 h war eine Einwohnerin des Ortes mit ihrem Wagen auf dem Weg nach Hause. Vor ihr erschien eine ballgroße Lichtkugel, die zu einem „Blackout“ bei der Zeugin führte. Sie erwachte zwei Stunden später in ihrem Wagen, der am Straßenrand stand.
Sie stieg aus und entdeckte am Himmel über sich schwebend den „Eulenmann“. Er bewegte seine Flügel nicht, hing in der Luft und verschwand nach einer Weile. [Mike Clelland, The Messengers, S. 221]