Im Jahr 2012 erreichte mich das Buch In Alien Heat der Autoren Steve Dewey und John Ries. Die beiden sind ausgesprochene Skeptiker, was an sich nicht schlimm wäre, wenn sie ihre Arbeit gut gemacht hätten. Haben sie aber leider nicht.So wurde der Leser bereits recht früh darauf hingewiesen, dass man keine Zeugen befragt habe, da diese „so alt“ seien; genannt wurde dann die Altersgruppe der 60- und 70-Jährigen, wobei mir nicht ganz klar ist, warum man einen 60- oder 70-Jährigen nicht zu den Vorgängen befragen kann?Paradox ist nämlich, dass die Autoren auch noch aus Warminster – im Südosten von UK – stammen, also viele potenzielle Zeugen wahrscheinlich sogar persönlich kennen!Das ganze Buch In Alien Heat beruht letztlich auf den Informationen eines Lokalreporters, der die Fälle seinerzeit untersucht hatte und einige Bücher sowie mehrere Zeitungsberichte zum Thema verfasste: Arthur Shuttlewood.Arroganz statt RechercheDie Autoren sind ausgesprochen arrogant und überheblich. Zwar haben sie selber nichts geleistet, doch kreiden sie Shuttlewood diverse „Recherchefehler“ an, beziehungsweise das, was die beiden Schreiberlinge darunter so verstehen.Teilweise unterstellen sie sogar, dass er Zeugen Aussagen in den Mund gelegt hat, ohne das jedoch zu begründen. Zeugenaussagen, die ihnen nicht schmecken, kommentieren sie einfach mit „glauben wir nicht“.Gefragt ist hier der Leser mit guten Nerven, denn die Schreibe der beiden geht einem wirklich auf die selben und irgendwie möchte man, selbst als ausgesprochener Pazifist, zur Gewalt neigen und das Werk aus dem Fenster pfeffern!Da Ries und Dewey nur parasitär von Shuttlewood abgeschrieben haben, ist die Quelle der folgenden Informationen bezüglich In Alien Heat folglich der zwischenzeitlich verstorbene Autor und Journalist, der über Seiten hinweg zitiert wurde.Die Anfänge der VorfälleDie Vorfälle in Warminster waren so komplex, dass ich hier nur einige Facetten aufzeigen kann. Es begann zur Weihnachtszeit 1964. Ab diesem Zeitpunkt gab es über der Region Warminster heftige Detonationen am Himmel, deren Ursache nicht ergründet werden konnte.Dabei waren diese so heftig, dass Zeugen am Boden die Druckwelle spürten und Schwärme von Tauben tot zu Boden fielen.Zeugen, die sich in Häusern befanden, verglichen den entstehenden Lärm auf ihren Dächern mit prasselndem Hagel oder einem Geräusch, das entsteht, wenn man Schrauben und Bolzen in einen Teekessel steckt und schüttelt.Shuttlewood fand und befragte rund 49 Zeugen, die diese „Schallanomalien“ erlebt hatten. Bis dahin friedliches Milchvieh ging dazu über, die Umzäunung von Weiden umzureißen; möglich, dass die Fluchtreaktion auf die „Beschallung“ von oben zurückzuführen ist!UFO-Sichtungen und militärische AspekteDie erste UFO-Sichtung ereignete sich am 19.05.1965. Ein zigarrenförmiges Objekt wurde beobachtet. Von 1965 bis etwa 1977 blieb Warminster ein ausgesprochener Hotspot mit einer steigenden Zahl von Zeugen, was wahrscheinlich auch daran lag, dass die Einwohner regelmäßig die umliegenden Hügel erklommen und den Himmel absuchten.Da werden sicherlich auch viele fehlinterpretierte, natürliche Phänomene beobachtet worden sein, jedoch war die Anzahl der „soliden“ Reporte recht hoch. Beobachtet wurden alle möglichen UFO-Formen (Zigarren, Kugeln, Scheiben usw.) und Farben.Warminster grenzt an eine Militäranlage, die Salisbury Plain, ein militärisches Übungsgelände. Es ist unklar, welche Rolle das Militär in der Frage spielte. Offiziell waren sie weder für die „Atmosphärebeben“ noch die UFO-Sichtungen zuständig.Es ist jedoch merkwürdig, dass UFOs immer wieder über militärischem Gebiet ausgemacht werden und die Militärs nicht reagieren. Entweder wissen sie, wer da unterwegs ist, oder aber sie sind Betreiber der Gerätschaften.Merkwürdige Anrufe und „Aliens“Shuttlewood erhielt merkwürdige Anrufe. Die Anrufer, es waren drei Personen, die sich als „Caellsa“, „Selorik“ und „Traellison“ identifizierten, gaben an, Bewohner des Planeten „Aenstria“ zu sein. Sie vermittelten ihm ziemlich wirre Botschaften über Weltfrieden und kosmische Erleuchtung.Dann rief ein „Karne“ an und erschien kurz darauf beim Journalisten. Der Besuch dauerte etwa neun Minuten. Der „Alien“ sah aus wie ein normaler Mann und erzählte vom nahenden Weltuntergang.Eine Überprüfung der Telefonverbindung ergab, dass die Anrufe aus der unmittelbaren Nähe der Militärbasis stammten!Es kann durchaus sein, dass die vermeintlichen Außerirdischen Militärangehörige waren. Entweder hatten sich diese einen Spaß erlaubt, oder die Aktion diente der Desinformation, um militärische Versuche zu verschleiern.Viehverschwinden, Geisterunfälle und florale AnomalienZwar gab es in Warminster keine, sonst bei UFO-Wellen üblichen, Tierverstümmlungen, jedoch verschwand Vieh (Kühe und Schafe) von den Weiden, um zeitverzögert, meist nach einem Tag, wieder aufzutauchen.Dabei konnte man sich nicht erklären, wie die Tiere die umzäunten Weiden verlassen und wieder betreten hatten. An den Tieren fand sich aber danach nichts Ungewöhnliches.Ein ausgesprochenes Unikum der Vorgänge waren „Geisterunfälle“. Autofahrer berichteten, dass sich plötzlich Gestalten auf der Straße befanden, die sie umfuhren. Sobald sie jedoch den Wagen verlassen hatten, um sich um das Opfer zu kümmern, war dieses verschwunden.In zumindest einem Fall tauchte nach einem solchen Unfall ein UFO auf und weitere merkwürdige Gestalten waren am Straßenrand zu sehen. In dem Zusammenhang wurden auch alle möglichen Aliens ausgemacht.Etwa teiltransparente Gestalten von riesenhafter Größe, Kreaturen, die den „Greys“ ähnlich sahen, und schwarz gekleidete, menschenähnliche Gestalten mit Ganzkörpermontur und Helm, die sich auflösen konnten.Bewohner, die auf den Hügeln standen und nach UFOs Ausschau hielten, schilderten, dass sie oft „Geisterschritte“ hörten, so als würde eine sehr schwere Person um sie herum stampfen.Ein weiteres Unikum der Sichtungen in Warminster waren Anomalien in der Flora. Einzelne Gewächse wuchsen zu enormen Ausmaßen an, etwa Disteln. Daneben wurde zumindest ein einfacher Kornkreis entdeckt!ʬ
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