Zum Themenspektrum „Marienerscheinungen“ in Kibeho habe ich bisher zwei Artikel [1 & 2] verfasst.
Als Reaktion erhielt ich mehrere YouTube-Links mit Beiträgen zum Thema, die jedoch eher der Marienverehrung gewidmet waren und nur wenig brauchbare Informationen lieferten.
Auf die diversen Merkwürdigkeiten vor und nach den Manifestationen ging man in den Beiträgen natürlich nicht ein. Auch wurde nicht erklärt, wieso die Erscheinung den Völkermord nur angekündigt, jedoch nicht verhindert hatte!
Irgendwie überschneiden sich „Marianismus“ und „Ufologie“ als Glaubenssysteme! Kritische Reflexion gibt es nur in der völligen Verneinung der Phänomene.
Entweder glaubt man an das vorherrschende Dogma – Maria, die Mutter von Jesus, hat sich manifestiert – oder man zweifelt die Aussagen der Zeugen an! Einen Mittelweg scheint es nicht zu geben!
Meine neueste Quelle zum Thema stammt von Hildegarde Ufitamahoro, ihr Buch zum Thema heißt Die Jungfrau Maria spricht zur Welt.
Ab 1986 war die Autorin als Schülerin selbst an der Lehranstalt von Kibeho und hatte so einen tieferen Einblick in das Geschehen bekommen.
Doch auch ihr Bericht liest sich über weite Strecken sehr befremdlich, wenn man die Vorgänge in Ruanda mit dem vergleicht, was man sich von einer Marienerscheinung gemeinhin erwartet!
Es beginnt im Buch mit einer ganz besonderen „Illumination“, die wir in der Ufologie als Solid Light kennen:
„In der Nacht vom 29. Januar 1982 ist die ‚Mutter des Wortes‘ in Kibeho auf dem Schulgelände ein weiteres Mal erschienen. Sie ist von vielen Kindern (Schülerinnen) gesehen worden. Sie stand in weißen Gewändern inmitten eines Lichtscheins. Als die Schülerinnen voller Furcht in den Schlafsaal zurückliefen, hat der Lichtschein sie bis dahin verfolgt.“
Man fragt sich, ob es der „Maria-Entität“ angemessen ist, solche „Spielchen“ zu spielen – Kinder, die Angst haben, mit einem Solid Light zu behelligen? Ob man sich so Freunde macht?
Man hat überhaupt den Eindruck, dass die „Mutter des Wortes“ eher eine „Mutter des Schreckens“ war, vor der man so schnell wie möglich floh!
„Nathalie fragte die selige Jungfrau Maria, warum ihrer Erscheinung dieses unerklärliche Gefühl der Angst vorausgehe. Sie erhält zur Antwort: ‚Das liegt daran, dass ich normalerweise nicht bei euch auf der Erde lebe […].‘“
Hier hätte Nathalie tatsächlich fragen sollen, wo genau die Entität eigentlich herkommt – die Antwort, wenn eine solche gegeben worden wäre, hätte uns sicherlich einiges erklären können!
Bei solchen und ähnlichen Anomalien werden auch Poltergeister beschrieben bzw. das Resultat deren Umtriebe. Wir wissen etwa, dass das Ehepaar Hill nach der Entführung offenbar einen Hitchhiker mitgebracht hatte, der sich u. a. eine Freude daraus machte, die Garderobe der beiden Zeugen mutwillig zu beschädigen!
Über die „Seherin“ Marie-Claire können wir lesen:
„Irgendetwas Merkwürdiges hat ihre Koffer durchlöchert, ihre Kleider zerfetzt und das Tuch, das ihren Koffer bedeckt hatte, in Fetzen gerissen. Einige Tage sind die Löcher sogar auf ihren zum Trocknen aufgehängten Kleidern nicht zu übersehen. Die Kleidungsstücke der anderen Schülerinnen sind dagegen unversehrt.“
Darüber, dass paranormale oder übernatürliche Wesenheiten oft auch Gestaltwandler sind, ist auf diesem Blog schon berichtet worden. Über die Kunst der „Transformation“ verfügte wohl auch die „Maria-Entität“, denn sie verkündete:
„Ich zeige mich, wie es mir gefällt, und wenn ich komme, spreche ich nicht immer dieselbe Sprache.“
Wenig später kann man erfahren:
„Ich könnte mich niemals an euch rächen, denn niemand von euch würde das überleben.“
Tödliche Rache üben als mögliche Option an drei jungen Frauen, die ihr zugetan waren und sie für eine göttliche Erscheinung hielten? Ich kann wirklich nicht warm werden mit dieser „Mutter des Wortes“!
Uforbs sind integraler Bestandteil von Paraphänomenen und ein Evergreen auf diesem Blog! Doch nicht nur hier, sondern auch in Kibeho:
„27. März 1982: Nach 21.30 Uhr – der Stromgenerator ist abgeschaltet – sehen die Schülerinnen plötzlich ein seltsames Licht, das den Schlafsaal erhellt. Einige sagen, das Licht sei sehr hell gewesen […]. Als der Stromgenerator wieder eingeschaltet wird, verschwindet das Licht.“
Auf „technische Probleme“, welche die Erscheinung bei ihren „Auftritten“ hatte, bin ich in den früheren Beiträgen eingegangen!
Interessant ist, dass die „Seherin“ Marie-Claire die „Maria-Entität“ oft nur undeutlich oder verschwommen sah, Augenreiben machte die Sache nur noch schlimmer! Gelangte das Bild der Erscheinung über die Netzhaut „in“ die Seherin?
Die „Jungfrau“ war erbost, wenn sie sich die Augen rieb – offenbar unterbrach sie so die Verbindung oder reduzierte die „Bildqualität“! Es lief scheinbar nicht alles am Schnürchen! Auch hier gilt: „Allmächtig“ ist anders!
Über die „mystischen Reisen“ der Seherinnen habe ich schon geschrieben und verweise nochmals auf die vorhergehenden Artikel!
Mein Verdacht, dass es sich dabei ggf. um außerkörperliche Erfahrungen gehandelt hat, ist von der Erscheinung selbst bestätigt worden! „Seherin“ Nathalie verkündete sie:
„Dein Leib ist auf der Erde geblieben und jeder kann ihn sehen. Ich habe nur deine Seele auf diese Reise mitgenommen. Natürlich merkst du nicht, dass du jetzt gerade ohne deinen Körper bist, aber ich weiß, dass du nur mit deiner Seele anwesend bist. Dein Körper dagegen ist nicht bei uns, er ist auf der Erde geblieben.“
Zugegeben, wenn wir den „Trickster“-Effekt mit einbeziehen, kann es durchaus sein, dass die „Reisen“ der jungen Frauen tatsächlich nur in ihren Köpfen stattfanden, ganz ohne außerkörperliche Strapazen!
Die Sekundäreffekte um die Marienerscheinungen sind uns alle aus der Ufologie bekannt:
Die physische „Entrückung“ (Abduction) an einen anderen Ort, bizarre, diabolisch wirkende Entitäten, fliegende Untertassen als „Sonnenwunder“, die am Himmel eine „Show“ abziehen, um die Menschen zu beeindrucken und gefügig zu machen, nicht zu vergessen die echten oder nur suggerierten AKE-Erfahrungen und „Flüge“ zu entfernten Welten!
Dies geht einher mit der Zukunftsschau auf das verhängnisvolle Jahr des Völkermordes 1994! Was Kibeho vom UFO-Fall in Ruwa unterscheidet, ist der religiöse „Überbau“.
Während in Ruanda die Jungfrau Maria Schulkinder vor dem Völkermord warnt, warnen in Simbabwe „Aliens“ Schulkinder vor einer globalen, ökologischen Katastrophe!
Beide suchen sich die machtloseste Zielgruppe auf dem Planeten aus, die es gibt: Kinder in Afrika, die ganz bestimmt nicht die Möglichkeit haben, das weltpolitische Tagesgeschäft irgendwie zu beeinflussen!
Gehen die „Betreiber“ der „Maria-Entität“ und der „Außerirdischen“ vielleicht davon aus, dass wir eine kollektive, miteinander vernetzte Art sind, ein „Schwarm“, bei dem es ausreicht, einem Exemplar eine gewisse Botschaft zu übermitteln, um so die ganze Spezies zu informieren?
Dessen ungeachtet waren beide „Missionen“ vergeblich. Sie bewegten nichts! Entweder die Intelligenz hinter den Erscheinungen hat keinerlei Vorstellungen von den realen Machtverhältnissen auf der Welt, oder deren Auftreten hatte andere Intentionen!
Kurios ist auch, dass weder die Kinder von Kibeho noch die von Ruwa als Erwachsene in führende Positionen rückten, mit der Möglichkeit, den „Alienauftrag“ in die Realität umzusetzen! Schließlich hätten die „Anderen“ „ihre“ Kinder irgendwie in deren Entwicklung supporten können:
Ist da nicht immer die Rede von einer genetischen Agenda der Fremden? Wieso also nicht die Kids mit einem IQ von 2000 ausstatten, damit sie an die globalen, wirtschaftlichen und politischen Spitzen aufsteigen können, um den Planeten im Sinne der Anderen zu ändern?ʬ