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📰 Leitartikel: Auswertung Abductionbase

📰 Leitartikel: Auswertung Abductionbase
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Donnerstag, 11. Juni 2026

ChupacabraS

Bevor ich auf das Buch "Chupacabra Road Trip: One Man’s Hunt for Vampires" von Redfern zu sprechen komme, ein paar kleine Erklärungen zur Thematik:
Der Chupacabras schreibt sich ChupacabraS und nicht Chupacabra. Gemeint ist damit eine Kreatur, die erstmals 1975 in Moca, Puerto Rico, beobachtet worden ist und als Blutsauger die Tierwelt geplagt und die Einwohnerschaft erschreckt hat.
Das Ding sieht aus wie ein Känguru mit Stacheln auf Hals und Rücken, die ein- bzw. ausgefahren werden können.
Dort hat es auch zusammengefaltete Fledermausflügel, eine Hautfarbe, die irgendwo zwischen Grau und Braun liegt, rot leuchtende Augen und krallenbewehrte Greifer, die menschlichen Händen nicht unähnlich sind.
Es kann fliegen und känguruartig meterhoch springen. Hinzu gesellt sich ein Maul mit spitzen Hauern. Es ist also auf jeden Fall kein Ableger der lokalen Fauna. Der Name Chupacabras [ Ziegensauger] bezieht sich damit genau auf DIESE Kreatur!
Die auf Bildern und Film gebannten Kojoten und Hunde mit Haarausfall und anderen Hautkrankheiten sind KEIN Chupacabras und haben auch nichts mit den bizarren Tiermorden auf der Insel zu tun!
Einblicke in Redferns Analyse
Redferns Buch ist eher eine „breite“ Einführung in den Mythos der Entität und der diversen Ausformungen bis hinein in die Popkultur.
Tatsächlich werden die Vorfälle auf Puerto Rico auf etwas über 70 Seiten im Buch abgehandelt, obwohl man mindestens Stoff für 500 Seiten und mehr gehabt hätte. Da Redfern öfter auf der Insel war, sollte man mehr erwarten können!
Was die Tiermorde von den uns bekannten „Mutes“ unterscheidet, ist, dass die Kadaver nicht ausgeweidet werden. Sie sind noch „am Stück“, haben lediglich am Nacken zwei tiefe Einstiche, die stellenweise dreieckig sein können, und sind blutleer.
Da schon zahlreiche Kadaver von Veterinären untersucht worden sind, kann man das mit Gewissheit sagen! Entweder wurde den Tieren alles Blut abgesaugt oder der überwiegende Teil. Betroffen sind zumeist kleinere Tiere bis ungefähr Ziegengröße.
Zeugenberichte und bizarre Phänomene
Die Käfige und Gatter sind entweder geöffnet oder herausgerissen worden. Wenn der Täter beobachtet wurde, war es der „klassische“ Chupacabras, also die Gestalt, die ich eingehend beschrieben habe.
Redfern unterhielt sich u. a. mit zwei Zeugen, die interessante Beobachtungen gemacht haben: 
Eines der Wesen habe seine Augenfarbe von Weiß auf rotleuchtend verändert. Bei einer anderen Begegnung warf der Zeuge seine Machete nach dem „Tier“ und traf es, worauf ein metallischer Laut erklang.
Ein Hotspot für Sichtungen war der El Yunque Regenwald, wobei sich die Kreatur dort ebenso verhielt, wie wir es auch von Sasquatch und anderen Kryptiden kennen:
Trotz sprunggewaltiger Beine und der Fähigkeit zu fliegen, ließ es sich gerne dabei beobachten, wie es über die Straße ging [sic!] und dabei melodramatisch die Zeugen mit seinen rotleuchtenden Augen fixierte!
Mir ist immer noch nicht klar, welchen Sinn solche „Auftritte“ haben bzw. warum sich die Kreaturen so gerne Menschen präsentieren wie Schauspieler auf der Bühne! Was haben sie davon?
Physikalische Anomalien und Flugmanöver
Wenn das Wesen sich in die Lüfte erhebt, macht es dies wie sein Kollege, der Motten- bzw. Batman in Point Pleasant oder Chicago: Es zischt in die Höhe wie eine Rakete!
Wobei interessant ist, dass die Flügel eigentlich zu klein sind, um so ein kompaktes Wesen in die Lüfte zu wuchten – insofern es Gewicht hat, versteht sich.
Sollte es sich hierbei um ein bizarres Hologramm oder etwas Vergleichbares handeln, spielen solche Überlegungen natürlich keine Rolle!
Redfern fand Hinweise auf eine geflügelte Gestalt in Mexiko, genauer Monterrey, am Berg Cerro de las Mitras. Diese soll aussehen wie eine Mischung aus Vogel und Fledermaus und für Tiermorde im Vampirstyle in der Region verantwortlich sein.
Gestaltwandler und musikalische Synchronizität
Aus Texas wiederum stammt ein besonders bizarrer Bericht, der zwar nichts mit dem Chupacabras zu tun hat, jedoch einen Gestaltwandler zum Inhalt hat.
Im Juni 2009 fuhr die Zeugin auf der OK5 zwischen Norman und Tecumseh, als sie am Straßenrand eine vierbeinige, kleine Entität ausmachte. Diese war mager, haarlos, von blauer Farbe und schien zu „schimmern“.
Das Ding veränderte seine Form in die eines kleinen Bären, wurde dann zu einer schwarzen Katze, um letztlich wieder in seine bläuliche Urform zu wechseln.
Interessant ist, dass mit dem Auftreten dieses „Tieres“ ein neuer Titel im Radio gespielt wurde: „Werewolves of London“ von Warren Zevon. Bekanntlich sind auch Werwölfe „Gestaltwandler“!
Dass sich dieses Wesen auf der Straße tummelt, wie es üblich ist für Kryptide, die gesehen werden wollen, kann uns auch nicht mehr verwundern!
Experimente und der Hotspot El Yunque
Redfern springt in seinem Buch von Thema zu Thema, von Ort zu Ort und geht auch auf die US-Basis „Roosevelts Roads“ ein, die in den 1940er-Jahren auf Puerto Rico installiert und 2001 verlegt wurde.
Gerüchten zufolge soll man dort auch mit Affen experimentiert haben – allerdings ist mir die aufgestellte Verbindung zum Chupacabras nicht klar, da Affen nicht wie Vampire anderen Tieren das Blut aussaugen und das Fleisch unangetastet lassen!
Daneben erwähnte er in seinem thematischen Potpourri noch die Sichtung eines schwarzen Dreiecks aka TR-3B über dem El Yunque Regenwald!
Besagter Regenwald ist ein Hotspot im Hotspot Puerto Rico! Ein nach Puerto Rico ausgewanderter Berliner namens Peter, der sich mit dem lokalen Bigfoot beschäftigt, erklärte, dass er bisher 20 Fälle untersucht habe.
Die ältesten Schilderungen gingen auf die Mitte der 1970er-Jahre zurück (gleichzeitig erschien der Chupacabras in Moca!), fast alle spielten sich in El Yunque ab!
Klassisch waren diese Reporte aber nicht, da sich der Biped entweder in der Gesellschaft von Lichtkugeln aka Uforbs befand, seine Gestalt veränderte oder sich in Luft auflöste!
Fazit: Kosmische Scherzbolde?
Es kann also durchaus sein, dass Bigfoot und Chupacabras lediglich angenommene Formen von etwas anderem waren. Eine „Historie“ haben beide „Kryptide“ auf der Insel nicht; es finden sich keine Hinweise in Mythen oder historischen Aufzeichnungen.
Aber Lichtkugeln machen den Regenwald unsicher, und wer mein CROPfm-Interview „Bigfoot - Waldaffe oder Kosmonaut?“ gehört hat, wird wissen, was das bedeuten könnte!
Beim Studium der Kryptiden-Thematik sind mir drei Aspekte aufgefallen:
1. Die beobachteten Entitäten gehören keiner irdischen Spezies an und sind wahrscheinlich auch keine Lebewesen, wie wir sie kennen. 
Sie lassen sich weder erschießen noch überfahren, sind also hieb- und stichfest, und haben nicht die Freundlichkeit, sich als Kadaver der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen!
2. Sie können ihre Form verändern, unsichtbar werden und tauchen gerne im Gefolge von Lichtkugeln aka Uforbs auf oder werden gar zu solchen!
3. Sie haben den merkwürdigen Drang, sich Menschen zu zeigen, etwa indem sie sich befleißigen, regelmäßig an Straßen zu warten und diese zu queren, wenn Automobilisten heransausen. In besonders absurden Fällen landen geflügelte Kryptide auch direkt vor Verkehrsteilnehmern!
Letztlich ist dieses Verhalten völlig sinnfrei und spornt zu alternativen Erklärungsansätzen an. John Keel etwa ging davon aus, dass wir es mit kosmischen Scherzbolden zu tun haben, die sich einen Spaß daraus machen, Menschen in den unmöglichsten Verkleidungen zu erschrecken. Ganz offensichtlich wird dies den „Anderen“ im Laufe der Jahrhunderte auch nicht langweilig!ʬ