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📰 Leitartikel: Auswertung Abductionbase

📰 Leitartikel: Auswertung Abductionbase
Die Forschungsplattform Abductionbase hat zwei bedeutende Funktionserweiterungen erhalten, die aus einer reinen Fallsammlung ein echtes Arbeitswerkzeug machen. Die Neuerungen umfassen ein umfangreiches, visuelles Nachschlagewerk zur standardisierten Klassifizierung sowie ein System zur globalen Gesamtauswertung. Statt einfacher Freitexte ermöglicht das System nun eine methodische Erfassung und das automatische Erkennen von statistischen Mustern im Datenbestand. Der vollständige Bericht im Anschluss erläutert die genaue Funktionsweise dieser Werkzeuge, zeigt erste Analyseergebnisse und erklärt deren methodische Grenzen. Hier geht es zum Leitartikel!ʬ

Samstag, 6. Juni 2026

Gauß & das „Luftschiff“

In der Regel ist es so, dass sich Talent vererbt – nicht immer, aber doch! Wer nun meint, von der Muse ganz besonders innig geküsst worden zu sein, hat wahrscheinlich schon Vorfahren, die dies ebenso für sich in Anspruch genommen haben.
Carl Friedrich Gauß war da eher die Ausnahme von der Regel! Seine Vorfahren waren in der Landwirtschaft tätig gewesen; der Großvater zog nach Braunschweig, arbeitete im Sommer auf dem „Bau“ und im Winter als Hausschlachter. So hielt es auch sein Sohn.
Carl jedoch zeigte schon als Kind eine auffällige mathematische Begabung, wusste recht bald mehr als seine Lehrer, übersprang Schulklassen und wurde vom Landesvater, Herzog Carl Ferdinand, protegiert.
Seine Familie könnte man als „bildungsfern“ beschreiben. Carl selbst überlieferte, dass er schon im Alter von drei Jahren die Lohnabrechnungen seines Vaters für dessen Angestellte korrigieren musste!
Sein älterer Stiefbruder stach lediglich durch Einfalt hervor, während Carl im Kopf Rechenoperationen durchführte, die man heute Computern überlassen würde.
Er revolutionierte die Mathematik, erfand sie in ihren Rechenschritten oft neu und beschäftigte sich nebenher mit Astronomie und Landschaftsvermessung.
Von seinen Erfindungen und Neuerungen profitieren wir noch heute!
Vererbt hat er sein Talent nicht. Weder an seine Tochter, die bereits mit 34 Jahren verstarb, noch an seine Söhne, die ihre Zuflucht beim Militär suchten und später in Amerika zu Krämern und Kaufleuten wurden. Von „Sondertalenten“ war nichts zu vernehmen!
Ob der mathematische Götterfunke bei möglichen Enkeln aufleuchtete, hat sich mir bislang nicht erschlossen!
Als er in den 1830er-Jahren mit Landvermessung beschäftigt war, bemerkte er ein Schiff am Himmel!
Da meine Quelle Gauß in diesem einzigen Fall [sic!] nicht wörtlich zitiert – was sonst im Buch stets geschieht – und sofort eine Luftspiegelung suggeriert, ist und bleibt unklar, was sich tatsächlich abgespielt hat!
Gauß, der ja alles genauestens und pedantisch notierte, wird nicht zu Wort gebeten, weil seine präzise Schilderung eine Luftspiegelung womöglich nicht nahegelegt hätte‽
Bei diesem Thema denke ich natürlich sofort an die Vorkommnisse von 1665 in Stralsund, wo die Gegenwart einer himmlischen Armada zu einer interessanten UFO-Sichtung geführt hat!
Doch lesen wir, was meine ungenaue Quelle zu verkünden sich genötigt fühlt:
„Gauß hat den Eindruck, als schwebe ein Schiff [über Varel] auf offener See, ganz vom Meereshorizont getrennt, in der Luft.“
Ich werde mich bemühen, den O-Ton-Text zu finden und nachzureichen!ʬ
Update:
In „Die Welt steckt voller Wunder“ von John & Rickard fand ich eine ähnliche Objektschilderung wie oben ausgeführt:
„So bringt die Flying Saucer Review, Mai/Juni 1971, einen Bericht aus dem Jahr 1743 über einen Farmer bei Holyhead, Anglesey, der etwa 500 Meter über sich ein Postschiff durch die Wolken segeln sah. Er schätzte seine Verdrängung auf etwa 90 Tonnen. Der deutlich sichtbare Kiel bewies, dass es sich dabei nicht um eine Luftspiegelung eines Schiffes auf See handelte.“