Eines der Bücher, das ich gerade lese, ist „Die Gespenster von Berlin“ – es geht darin, nomen est omen, um Geistererscheinungen in der Hauptstadt der BRD.
Darin findet sich unter anderem auch ein Vermerk über entsprechende Aktivitäten in Bethanien, darunter auch Entitäten. Auf Seite 58 kann man lesen:
„… da sind ‚Wesen‘, die herumhängen – von der Größe her eher Erwachsene (keine Kinder), wie eine Erscheinung, eher dunkel von der Farbe und dünn in der Textur.“
Das Buch ist nicht uninteressant, auch wenn man sich an die „lockere“ Schreibe erst gewöhnen muss.
Erwähnt werden auch Vorfälle aus Ost-Berlin, also aus dem Territorium der ehemaligen DDR; zudem kommen Ostdeutsche zu Wort, die in anderen Arealen der DDR unheimliche Erlebnisse hatten!ʬ
Die Fontane-Biographie „Der Wanderer“ von Hans Dieter Rutsch kann man sich eigentlich schenken – nur nicht unbedingt zu Weihnachten oder zum Geburtstag!
Selten habe ich ein so ungeordnetes und chaotisches Buch gelesen, in dem zwischen den Jahrzehnten hin- und hergehoppelt wird, sodass einem oft unklar bleibt, welcher Fontane eigentlich gemeint ist: der Jüngling, der gereifte Mann oder der Greis?
Ebenso hastig werden die Schauplätze gewechselt. Wer bisher nicht wusste, wer Fontane war und wie sein Leben verlief, wird nach der Verkostung dieses Buches nicht um einen Schritt weiterkommen! Hat der Lektor geschlafen‽
Als gelernter Verlagskaufmann ärgern mich solche Bücher – schade um die Bäume, die deswegen sterben mussten!
Doch nun wollen wir uns beruhigen. Wir atmen tief ein und wieder aus. Besser!
Kommen wir also zum einzig interessanten Teil der Kolportage, der sich mit Fontanes Notizen zu Gespenstern beschäftigt:
„Kurz bevor Fontane geboren wurde, diente die Klosterkirche St. Trinitatis von Neuruppin noch als Gefängnis. […] Das ehemalige Kloster ist für Fontane ein gruseliger Ort. Spuken soll es dort. Es heißt, die Reste der Orgel erklingen nachts in dem verwüsteten Kirchenschiff, und Schatten huschen umher.“
Doch weiter zu Fontane:
„Der Vater hat leidenschaftlich vor dem Wasser im Ruppiner See gewarnt. […] Der See, das hat er verinnerlicht, soll gefährlich sein. […] In dem See leben Wesen, die nach den Füßen der Menschen greifen und sie für immer zu sich hinab in die Tiefe ziehen. Davon hörte er. Von Kobolden soll es am Ufer wimmeln. Hin und wieder lauschen die Fischer abends den Stimmen vom anderen Ufer.“
Interessant ist, dass Fontane auch im Diakonissenhaus Bethanien gelebt hat, wo es ebenfalls nicht ganz geheuer zugehen soll – bis in die heutigen Tage!
Er war zudem ein ausgesprochener Bewunderer und Leser Arthur Schopenhauers, der seinerseits Geisterhaftes erleben durfte – und hier schließt sich der Reigen für heute auch schon!ʬ