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📰 Leitartikel: Auswertung Abductionbase

📰 Leitartikel: Auswertung Abductionbase
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Dienstag, 23. Juni 2026

Zamora-Symbolismus ¹

Meine Hoffnung, dass mit dem Buch „Socorro Saucer“ von Ray Stanford etwas Ordnung in das Socorro-UFO-Symbol-Chaos kommt, hat sich leider nicht bestätigt. 
Die Sache ist tatsächlich ziemlich verworren. Zwar widmet der Autor dem Thema im Buch einen eigenen Anhang, dort jedoch bekommt man nur die unterschiedlichen Erzählvarianten vorgetragen.
Zamora selbst hüllte sich bekanntlich einige Zeit nach seiner Sichtung in Schweigen; erst kurz vor seinem Tod 2009 gab er wieder Interviews. 
Mir ist nicht klar, ob darin die „Symbolfrage“ thematisiert wurde. Nach dem Start des vermeintlichen UFOs bemerkte der Polizist auf der Oberfläche des Vehikels ein Symbol. Seinen Kollegen schilderte er dieses als umgedrehtes „V“ mit drei Querbalken:
Zwei Kollegen jedoch meinen gehört zu haben, dass er ein umgedrehtes „V“ mit drei Querbalken darunter gesehen habe:
Nachdem der Fall bekannt wurde, ordnete ein Captain Richard T. Holder von der White Sands Stallion Site an, dass Zamora das echte Symbol an zivile Stellen nicht weitergeben dürfe.
Danach präsentierte Zamora dieses Symbol als das angeblich echte an Ufologen & Presse:
Um die Sache noch wirrer zu machen: Zamora zeichnete das Symbol kurz nach der Sichtung auf eine Papiertüte, das wurde auch von verschiedenen Quellen bestätigt. 
Vorgelegt als „Originalzeichnung“ wurde jedoch eine Skizze auf einem Blatt aus einem – so wird vermutet – Technik-Magazin, dabei hatte Zamora nichts mit Technik am Hut.
Es kann sein, dass er bei der Gestaltung des Logos auf das Signet des Papierherstellers International Paper zurückgriff. Immerhin kritzelte er den ersten Entwurf ja auf besagte Papiertüte, womöglich von der genannten Firma inkl. deren Signet? Verschwand deshalb die erste Zeichnung spurlos?
Ganz offenbar war die Beobachtung von Zamora so genau und das Symbol so eindeutig, dass man gezielt gegengesteuert hat. In unmittelbarer Nähe zum Sichtungsareal befanden sich übrigens die White Sands Proving Grounds!
Nicht hilfreich war auch Allen Hynek, der den Fall damals im Rahmen von Blue Book untersuchte. Ray Stanford befragte ihn zweimal zum Thema. 
Einmal bestätigte er die Variante des umgedrehten „V“, konnte sich jedoch nicht an die Anzahl der Querbalken erinnern; bei der anderen Gelegenheit hielt er sich an die „offizielle“ Variante mit dem Halbkreis unter dem Pfeil.
Der Leser wird sich wahrscheinlich fragen, wieso das Symbol so entscheidend ist. Ich persönlich vermute, dass dieses ein offizielles der Air Force war und deshalb verheimlicht werden sollte. Man kann sich nur fragen, ob auch Hynek in die „Symbolverschwörung“ involviert war.
Meiner Meinung nach war Hynek – darauf werde ich später noch in einem eigenen Artikel eingehen – zeitlebens Air Force-Mitarbeiter und steuerte als vermeintlicher „Privatuntersucher“ aka Trojaner das Informationsmanagement innerhalb der Ufologie; damit hatte er wohl die gleiche Funktion wie NICAP und deren CIA-Unterstützer.
Die UFO-Landung wäre übrigens fast ein Crash geworden. Stanford zitiert ab Seite 20 den Bericht eines Ehepaares und deren drei Kinder [Touristen aus Colorado], die von dem „UFO“ überflogen wurden – so knapp am Dach vorbei, dass sie annahmen, es krache gleich in sie hinein. Dass Ufonauten ihre Vehikel oft nicht unter Kontrolle haben, darauf wies ich bereits öfter hin.
Das Vehikel schwebte anschließend in einiger Entfernung am Himmel und setzte zur Landung hinter einem Hügel an. Der „Schwebeflug“ dauerte rund 30 Sekunden. Zeitgleich sahen sie auch Zamora in seinem Fahrzeug. Zeitpunkt: 17:45 Uhr.
Interessant ist, dass Zamora zuvor, also bevor er in Richtung UFO abdrehte, einen schwarzen 64er Chevrolet verfolgte. Mag sein, es ist Zufall, dass dieses Fahrzeug eine klassische „MIB [Men in Black]-Karre“ ist, aber wer glaubt schon an Zufälle?
Obwohl die Air Force immer behauptete, dass es für den Vorfall lediglich einen Zeugen gegeben hat, Zamora [und Hynek war auch nicht wirklich interessiert an dem Aspekt], gab es weitere direkte und indirekte Beobachter.
Zu den direkten Zeugen gehört die fünfköpfige Familie aus Colorado und zwei weitere Männer [Kies + Kratzer]. Drei weitere „indirekte“ Zeugen schilderten ein aufsteigendes, blaues Licht aus der Senke, in der das UFO kurzzeitig geparkt war. Diese Meldung ging bei der Polizei zeitgleich mit Zamoras Funkdurchsagen ein.
Stanford fand auch zwei „Ohrenzeuginnen“, die im fraglichen Zeitfenster [17:45 Uhr] außergewöhnlichen Lärm wahrgenommen haben. Laut Aussage der Polizeistation haben sich auch weitere Bewohner gemeldet, die das Vehikel gehört haben. Letztlich gibt es also 13 Zeugen für den Fall.
Hynek verfügte über einen merkwürdigen Humor. So fotografierte er Zamora neben einem vom „UFO“ angebrannten Busch, hielt das Polaroid-Bild hoch und rief aus: „Moses vor dem brennenden Busch“.
Glaubt man Ray Stanford, zeigte Hynek nicht viel Einsatz bei der Ermittlung. Nicht nur, dass ihm weitere Zeugen egal waren, auch mit der Spurensicherung nahm er es nicht sehr genau.
So musste ihm Stanford mit Material aushelfen, um Bodenproben einsammeln zu können. Die „Tüten“ mit den verbrannten Ästen und Blättern beschrieb er mit „Moses-Busch“.
Wenn Hynek immer so schlampig gearbeitet und Zeugen veräppelt hat, sollte man seine „Erkenntnisse“ vielleicht viel mehr hinterfragen. Immerhin gilt Hynek als Galionsfigur der „wissenschaftlichen UFO-Forschung“, was auch immer das sein mag…
Überhaupt ist die Rolle von Hynek in dem Fall sehr dubios. So hat er zum Beispiel auf einer Pressekonferenz behauptet, dass „von höherer Stelle“ auf Zamora kein Druck ausgeübt wurde, was aber falsch ist. Wie bereits erwähnt, durfte der Beamte nichts über das Symbol aussagen und ein FBI-Beamter ermahnte ihn, die „Piloten“ nicht zu erwähnen!
Es kann sein, dass zwei eiförmige Objekte unterwegs waren. Gegen 17:30 Uhr [also 15 Minuten vor der Sichtung von Zamora und 30 Minuten nach der Sichtung von Kies und Kratzer] erhielt ein Fernsehsender in Albuquerque den Sichtungsbericht eines Zusehers.
Dieser vernahm ein brüllendes Geräusch am Himmel, das von einem eiförmigen Vehikel ausging. Es ist auch möglich, dass der „Besucher“ zwischen Albuquerque und Socorro gependelt ist – Luftlinie 75 Meilen.
Interessant ist auch der Umstand, welche Route das Objekt eingeschlagen hat. Aufgrund der diversen Militärinstallationen ist der größte Teil des hiesigen Luftraums eine sogenannte ADIZ [Air Defence Identification Zone]; dort dürfen sich also nur registrierte bzw. angemeldete Maschinen aufhalten, alle anderen bekommen Besuch von Abfangjägern.
Das „UFO“ wählte jedoch genau jene Strecke aus, die außerhalb dieser Zone lag. Letztlich bestätigt dies meine Vermutung, dass ein Testflugvehikel unterwegs war, welches nicht unnötig von Militärinstallationen erfasst werden wollte. 
Dass es überhaupt ausgemacht wurde, lag wohl an den technischen Problemen, die zum beinahe Zusammenstoß und zur Notlandung geführt haben.
Der sicherlich kurioseste Aspekt der Socorro-Affäre hing mit einem Gesteinsbrocken zusammen, der sich in der unmittelbaren Landezone des „UFOs“ befand.
Offenbar war das Vehikel mit einem Landebein auf diesem gelandet, hatte ihn zerbrochen und einige Metallspuren darauf hinterlassen [aufgrund der Landeabdrücke errechnete ein Physiker ein Gewicht von 8–10 Tonnen].
Nachdem Hynek bei der „Untersuchung“ vor Ort nicht wirklich an Spurensicherung interessiert war, nahm Stanford den Brocken an sich und fragte im Hauptquartier der NICAP, bei Richard Hall, ob es jemanden geben würde, der die Metallbestandteile untersuchen könne.
Hall schlug einen Dr. Henry Frankel vor, der ausgerechnet beim Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland, beschäftigt war, also bei der NASA. Dazu muss man wissen, dass die NASA keine zivile Behörde ist, sondern dem Verteidigungsministerium untersteht, auch wenn sie einige zivile Projekte betreut.
Was Hall geritten hat, die vermeintlichen Spuren eines UFOs ausgerechnet dort untersuchen zu lassen, kann man heute nicht mehr nachvollziehen – genauso gut hätte man die Fragmente auch gleich zur CIA tragen können.
Man kann aber auch nochmals auf die Beziehung der NICAP-Elite zur CIA hinweisen, um zu verstehen, wieso die Dinge so gelaufen sind, wie sie gelaufen sind.
Es kam, wie es kommen musste. Obwohl Stanford nur einige Metallbestandteile zur Untersuchung geben wollte, wurde der Stein komplett gereinigt, alle Spuren entfernt.
Nach der Untersuchung teilte Dr. Frankel telefonisch mit, dass es sich bei dem Metall um eine unkonventionelle, robuste Zink-Eisen-Legierung mit diversen anderen, nicht näher spezifizierten Elementen handelt.
Daraufhin passierte nichts mehr. Dr. Frankel war unerreichbar und ein NASA-Mitarbeiter teilte Stanford mit, dass Dr. Frankel ein Irrtum unterlaufen sei. Die Legierung sei eigentlich keine, die Spuren seien lediglich auf Silica [SiO₂] zurückzuführen.
Hall hatte Stanford übrigens erzählt, dass Dr. Frankel die Untersuchung sozusagen „unter der Hand“ durchführen würde, also inoffiziell. Das war offenbar gelogen.
Nicht nur, dass sich ein offizieller NASA-Mitarbeiter bei Stanford gemeldet hatte, während des ersten Treffens von Hall + Stanford + Dr. Frankel erschien ein weiterer NASA-Mann und fragte fröhlich in die Runde, ob mal wieder UFO-Fragmente zur Untersuchung kämen! 
Man kann sich durchaus fragen, wie oft das „Duo Infernale“ Hall + Frankel entsprechende Beweise verschwinden ließen. Später, so schrieb Stanford, habe Hall ihm erzählt, Dr. Frankel sei wohl FBI-Mitarbeiter gewesen!ʬ